Max Schmeling – Uwe Boll

Max Schmeling – Uwe Boll

Die Verfilmung einer Boxlegende – Preview

Die Haare schwarz gefärbt, ein wenig Make-up im Gesicht  und aus Henry Maske wird Schwergewichts-Weltmeister Max Schmeling – einer der größten deutschen Sportler. In den 90er Jahren traf Henry Maske den Boxer Max Schmeling zum ersten Mal. Bis zu dessen Tod verbindet beide eine tiefe Freundschaft. Max Schmeling soll zu Henry Maske einmal gesagt haben: wenn es einmal einen Film über mich geben sollte, dann machst Du das. Und Henry Maske hält Wort. Er steht vor der Kamera und verkörpert den Box-Schwergewichtsweltmeister – sein Schaffen und sein Leben in der Zeit von 1930 bis 1948.

Ein einziger Kampf hat Max Schmeling zum Helden gemacht – der Sieg gegen den für unschlagbar gehaltenen Amerikaner den braunen Bomber Joe Louis im Jahr 1936. Der KO von New York – er wurde mit viel Aufwand in Zagreb durch Regisseur Uwe Boll nachgestellt. Aber auch die demütige Niederlage im Rückkampf. Schmeling war ein zurückhaltender strategischer Gentlemenboxer der den Box-Sport erst gesellschaftsfähig machte. Dabei geriet er zwischen den Fronten der NS-Politik und muss selbst zur Front.

Am Ring immer an Maskes Seite – sein Trainer, gespielt von Heino Ferch.  Der Schauspiel-Profi ist begeistert vom Box-Profi – und Schauspiel-Laien Maske – Schmeling ist halt der gefeierte Held im Film. Im Rampenlicht steht aber auch seine Frau – Anny Ondra – ein großer deutscher Filmstar in den 30er Jahren. Ein Glamour-Paar ohne Star-Allüren. Natürlich spielt die Liebe der Beiden auch im Film eine große Rolle. Das Besondere dabei – auch hier stehen ein Boxer und eine Schauspielerin vor der Kamera.

Die Verfilmung der Biografie von Max Schmeling soll von 2 Millionären finanziert worden sein – die anonym bleiben wollen. Ihr Anliegen – sie wollen dem Schwergewichts-Weltmeister ein filmisches Denkmal setzen.

Regisseur Uwe Boll wagt sich an diesen prägnanten Stoff – diesmal ganz ohne Filmförderung. Das Ergebnis seines und das seines Hauptdarstellers Henry Maske kann man Anfang 2010 im deutschen Kino beurteilen.

mehr Infos : http://www.boll-kg.de/

Biografie Uwe Boll:

Am 22 Juni 1965 in Wermelskirchen geboren, dreht Uwe Boll schon in seiner Jugend Kurzfilme. Er studiert in München und Wien Filmregie. In Köln und Siegen setzt er sich auf die Unibank für die Fächer: Literatur, Film und Betriebswirtschaft. In Siegen promoviert er zum Doktor der Philosophie, mit dem Thema: Die Gattung Serie und ihre Genres. „German Fried Movie“ und „Barschel – Mord in Genf?“ zählen zu seinen ersten Regiearbeiten. Daraufhin verfasst er das Buch „German fried movie & Barschel-Mord in Genf oder wie man in Deutschland Filme drehen muss.“Mit seinem Freund Frank Lustig gründet er 1991 das Unternehmen BOLU Filmproduktions- und Verleih GmbH. Er dreht Werbespots für Zigaretten und Handys. Dreht als Produzent und Regisseur Kinofilme, die er über einen eigenen Investmentfonds finanziert. Sein beliebtester, weil preiswertester Drehort wird Vancouver. Uwe Boll gründet 2005 die Boll KG und geht damit sogar an die Börse. Er vermarktet Filmrechte wie „One Way“ mit Til Schweiger.  Der Mainzer Filmemacher ist in Hollywood einer der bekanntesten Deutschen Regisseure und bei manch einem Amerikaner ein echtes Hassobjekt. Uwe Boll wurde schon häufig als schlechtester Regisseur aller Zeiten bezeichnet. Der Grund sein Verhältnis zu den Videospielfans. Seine Filmadaptionen von populären Computerspielen wie „BloodRayne“ und „Alone in the Dark“ halten diese natürlich für großes Kino. Mit diesen zwei Kinofilmen wird Uwe Boll 2006 und 2007 mit dem Negativpreis ”Goldene Himbeere” nominiert. Doch erst 2009 gewinnt er diese „Auszeichnung“ als schlechtester Regisseur für seine Filme „Postal“, 1669 Tunnel Rats“ und „Schwerter des Königs – Dungeon Diege“. Zusätzlich bekommt er die Goldene Himbeere in der Kategorie „Schlechtestes bisheriges Lebenswerk“ verliehen – der letztmalig 22 Jahre davor einen Besitzer fand. Sein Film „Postal“ – angelehnt an das gleichnamige Computerspiel als Belustigung über George W. Bush und den Taliban erhitze höchsten die Gemüter des kleinen Mannes. In „Seed“ schockt er mit Gewalt und Ekelszenen. Uwe Boll wehrt sich gegen zu harte Kritik. Sich selbst sieht er eigentlich als politischer Filmemacher. Auch mit dem Film Rampage wird Boll nächstes Jahr in den Kinos zu sehen sein.

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4 Responses to “Max Schmeling – Uwe Boll”

  1. Daniel sagt:

    Auf den Film über Max Schmeling bin ich schon sehr gespannt und vielleicht schafft Uwe Boll es ja tatsächlich, dadurch etwas von seinem schlechten Ruf zu verlieren. Immerhin kennt er sich mit dem Thema Boxen sehr gut aus und wird bestimmt mehr Arbeit investieren, als in nebensächliche Projekte. Die letzten Filme Rampage und Darfur waren schon sehr gut, so dass dieser Film mit Sicherheit auch überzeugen kann.

  2. Rainer sagt:

    Bezüglich “schlechten Ruf”: Den hat sich der gute Uwe redlich verdient! Natürlich könnte man es sich einfach machen und bösartigen Kritikern oder einer Medienverschwörung die Schuld daran geben, dass Uwes Filme regelmäßig von der Kritik zerschreddert werden. Ein ehrlicherer Zugang ist aber, die Filme unabhängig vom Produzenten zu beurteilen. Und da fallen diverse Boll-Filme wie “Alone in the dark” schlichtweg in die Kategorie: “Grottenschlecht”.
    Einen guten Ruf muss man sich hart erarbeiten – einen schlechten fängt man sich viel schneller ein …

  3. admin sagt:

    Postal hatte gute Ansätze:
    http://www.moviesforum.de/postal-film115/
    Rampage ebenfalls:
    http://www.moviesforum.de/17rampage-preview-uwe-boll10/

    Am Ende reichts leider nicht für einen einzigen Topfilm bisher…

  4. [...] Die Verfilmung der Biografie von Max Schmeling soll von 2 Millionären finanziert worden sein – die anonym bleiben wollen. Ihr Anliegen – sie wollen dem Schwergewichts-Weltmeister ein filmisches Denkmal setzen. Moviesforum.de [...]

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